Zwischen Tempeln, Ritualen und Alltag
Der Hinduismus prägt Nepal seit Jahrhunderten – sichtbar in Tempeln, Festen und kleinen Schreinen am Straßenrand. Doch wirklich verstehen lässt sich diese Religion erst, wenn man sieht, wie selbstverständlich sie zum Alltag der Menschen gehört.
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Der frühere Inhalt erklärte den Hinduismus vor allem aus religiöser Perspektive – auf der neuen Seite soll stärker sichtbar werden, wie diese Religion im Alltag Nepals gelebt wird.
In den kommenden Wochen wird dieser Beitrag daher schrittweise erweitert und überarbeitet. Neben Grundlagen zum Glauben werden künftig auch Rituale, Feste und persönliche Beobachtungen aus Nepal eine größere Rolle spielen.
Vielen Dank für Deine Geduld während dieser Überarbeitung.
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Bei Amazon ansehen*Der Hinduismus ist eine polytheistische Religion, der seine Wurzeln etwa 3500 Jahren vor unserer Zeit in Zentral-Indien hat. Hindus glauben an einen Zyklus aus Leben, Tod und Wiedergeburt. Ziel ist es, Erlösung (moksha) von diesem Zyklus zu erlangen. Mit jeder Wiedergeburt kommt man dem moksha entweder einen Schritt näher oder man entfernt sich mehr von ihm. Entscheidendes Kriterium ist das Karma, was so viel wie ein Gesetz von Ursache und Wirkung ist. Schlechte Handlungen während des Lebens führen zu schlechtem Karma, was in einer niedrigeren Reinkarnation endet. Umgekehrt führen gute Handlungen zu positivem Karma und dementsprechend zu einer höheren Reinkarnation, was dem Gläubigen einen Schritt näher zur Erlösung von der Wiedergeburt bringt. Der Buddhismus adaptierte dieses Konzept später in einer seiner Grundprinzipien.

Heute ist der Hinduismus weiterhin die größte Religion im Land, doch im Alltag vermischen sich seine Praktiken oft mit buddhistischen Traditionen. Viele Orte, Rituale und Feste werden von Menschen beider Glaubensrichtungen besucht. Diese Verschmelzung prägt das religiöse Leben ebenso wie eine bemerkenswerte Gelassenheit im Umgang miteinander.
Die heiligen Bücher im Hinduismus
Der Hinduismus verfügt über eine Reihe von heiligen Büchern. Die wichtigsten Schriften sind die 4 Vedas („göttliche Wissen“), das das Fundament der hinduistischen Philosophie darstellt. Die Upanishads sind in den Vedas beinhaltet und vertiefen sich in der metaphysischen Natur vom Universum und der Seele. Das Mahabharata ist ein episches 220.000 Zeilen langes Gedicht, das die Geschichte von Rama umfasst. Ramayana, das berühmte Hindu Epos basiert darauf.
Der Hinduismus verfolgt drei Grundpraktiken: puja (die religiöse Opfergabe oder das Gebet), die Feuerbestattung von Toten, und die Statuten des Kastensystems.
Es gibt vier Hauptkasten im Hinduismus: Brahmin (eine Kaste von Priestern), Kshatriya (Chhetri auf Nepali; eine Kaste von Soldaten und Gouverneuren), Vaisya (eine Kaste von Händlern und Großgrundbesitzer), und Sudra (eine Kaste von Dienstboten und Handwerker). Diese Kasten sind zudem noch unterteilt. In Nepal ist das Kastensystem aber weniger stark ausgeprägt wie im großen Nachbarstaat Indien. Der untersten Kaste gehören die Harijans (die Unberührbaren) an.
Hinweis:
aus dem Englischen übernommen vom Lonely Planet Nepal (Travel Guide).
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