Buddhismus in Nepal – Zwischen Klöstern, Gebetsrädern und Alltag

Die zweite große Religion Nepals

Buddhismus prägt Nepal seit über zwei Jahrtausenden. Besonders im Kathmandu-Tal und im Himalaya gehört er zum Alltag vieler Menschen – sichtbar in Klöstern, Stupas, Gebetsrädern und stillen Ritualen.

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Der frühere Beitrag erklärte den Buddhismus vor allem über religiöse Grundlagen – künftig soll stärker sichtbar werden, wie diese Tradition im Alltag Nepals gelebt wird.

In den kommenden Wochen wird dieser Beitrag daher schrittweise erweitert und überarbeitet. Neben Hintergrundwissen zum Buddhismus werden künftig auch Klöster, Rituale und kulturelle Besonderheiten in Nepal eine größere Rolle spielen.

Vielen Dank für Deine Geduld während dieser Überarbeitung.

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Wenn man es ganz genau nimmt, ist der Buddhismus keine Religion im klassischen Sinne. Im Zentrum steht keine Gottheit, sondern ein System aus Philosophie und moralischen Normen. Der Buddhismus hat seinen Ursprung im 6. Jahrhundert vor Christus, als der in Lumbini geborene Prinz Siddharta Gautama später in seinem Leben als erster Buddha die Erleuchtung erlangte.

Interessantes rund um den Buddhismus im mein-Nepal Blog:
Die vier edlen Wahrheiten
Was ist Glück?
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Nepalesin entzündet Butterlampen an einem Tempel in Kathmandu – religiöse Rituale als selbstverständlicher Teil des Alltags.
Ein kurzer Halt am Tempel vor dem Alltag: Für viele Nepales*innen gehören kleine religiöse Rituale ganz selbstverständlich zum Tagesbeginn.

Buddha schrieb seine Lehren (dharma) nicht auf, sodass es im späteren Verlauf zu einer Spaltung kam, die heute zu hauptsächlich zwei Schulen des Buddhismus führten: die Hinayana und die Mahayana.

Der Buddhismus und sein Ziel

Buddha gab das materielle Leben auf, um sich der Suche nach Erleuchtung hinzugeben. Doch im Gegensatz zu anderen damaligen Propheten fand er heraus, dass vollkommene Askese – insbesondere das Hungern – nicht zu seinem Ziel führte. Er entwickelte daraufhin den Mittleren Weg, eine Art Maßhalten in jeglicher Hinsicht. Buddha lehrte, dass alles Leben mit Leid verbunden ist, und dass dieses Leid aus unserem Verlangen sowie der Illusion seiner Wichtigkeit entstünde. Beim Folgen des edlen Achtfachen Pfades können diese diversen Verlangen ausgelöscht werden und ein Zustand des Nirwana erreicht werden, in dem wir frei von der Sinntäuschung dieser Begehrlichkeiten sind. Um diesen Prozess zu folgen, müssen eine Serie von Wiedergeburten durchgangen werden, bis das Ziel der Erleuchtung erreicht ist, und keine Wiedergeburt mehr in ein Leben voller Leid mehr nötig ist. Das entscheidende Element auf dem Weg zur Erleuchtung ist das Karma, das Gesetz von Ursache und Wirkung, das besagt, dass die Handlungen im jetzigen Leben Auswirkungen auf das nächste Leben haben werden.

Das erste Abbild Buddhus datiert aus dem 5. Jahrhundert nach Christus, folglich 1.000 Jahre nach der Erleuchtung von Prinz Siddharta Gautama. Stupas galten bis dahin als Symbole des Buddhismus. Buddha selbst wollte kein Götterbild von sich erschaffen lassen, doch mit der Zeit wurden dennoch Tempel und Ruhmeshallen mit buddhistischen Gottheiten geschaffen mit stark ikonographischen Einfluss vom Hinduismus . Wie auch im Hinduismus reflektieren die vielen buddhistischen Götterbilder die verschiedenen Aspekte des Göttlichen beziehungsweise des Buddha-Zustands.

Die verschiedenen Buddha

Es gibt viele verschiedene Typen von Abbildern des Buddha. Die bekanntesten sind allerdings die Abbilder des Buddha aus der Vergangenheit (Dipamkara), der Gegenwart (Sakyamuni) und der Zukunft (Maitreya).

Bodhisattvas sind Wesen, die bereits Erleuchtung erlang haben, sich allerdings dafür entschieden, anderen dabei zu helfen, ebenfalls Erleuchtung zu erlangen, bevor sie selbst ins Nirwana eintreten. Der Bodhisattva Manjushri hat enge Verbindungen ins Kathmandu-Tal. Der Dalai Lama ist die Reinkarnation von Avalokiteshvara (Chenresig auf Tibetisch), der Bodhisattva des Mitgefühls.


Hinweis:
aus dem Englischen übernommen vom Lonely Planet Nepal (Travel Guide).

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